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Wenn Jemand eine Reise macht...

Es ist schon etwas ganz Besonderes für mich, Reisepläne zu schmieden, die Koffer zu packen und in die Ferne zu schweifen. Denn durch meine fortgeschrittene MS-Erkrankung bin ich auf den Rollstuhl und auf ständige Hilfe angewiesen. Wenn ich unterwegs bin, fahre ich mit meinem Elektrorollstuhl. Der ist ziemlich groß und unhandlich... Ein wahres Ungetüm, wollte man ihn transportieren. Deshalb meinte ich zu wissen, dass für mich ein Urlaub nicht mehr in Frage kommt.

Eines Tages fragte mich eine meiner Pflegerinnen, ob ich nicht mal Ferien machen wolle, aber ich schilderte ihr meine Bedenken. Aber aber, das ist doch alles kein Problem! Sie werden sehen: Das wird ein wirklich schöner Urlaub, antwortete meine Pflegerin.

Sie wollte mich auch tatkräftig bei den Vorbereitungen unterstützen. Meine Zweifel waren bald verflogen und eine gewisse Vorfreude machte sich in mir breit.

Die Frage des Ortes war schnell beantwortet: Darßt! Von diesem Fleckchen Erde schwärmten meine Freunde schon lange. Eine geeignete Unterkunft war schnell gefunden, auch das Fahrzeug, in dem ich im Elektrorollstuhl sitzend Platz finden konnte.

Dann erstellte ich in bester Laune eine Liste der Dinge, auf die ich im Urlaub nicht verzichten konnte und wollte.

Endlich war der Reisetag da, dem ich doch so sehr entgegen fieberte. Mein Gepäck, das die Abfahrt im Flur erwartete, wurde im Auto verstaut, und ich samt Elektrorolli mit der Hebebühne ins Auto verfrachtet.
Und als Krönung nahmen auch meine beiden Pflegerinnen bei mir Platz.
Zunächst fuhren wir nach Ribnitz - Damgarten, wo wir das Bernsteinmuseum besuchten.

Über die neuerbaute Rampe konnte ich problemlos in das Gebäude hinein fahren. Das war schon ein beeindruckendes Erlebnis. Nach einer Tasse Kaffee ging es weiter nach Zingst, und erreichten bald bei strahlendem Sonnenschein unser Feriendomizil. Da wir doch recht müde von den vielen Eindrücken waren, verbrachten wir den Abend in der Unterkunft. Zum Abendessen gab es leckeren Fisch mit Bratkartoffeln und ein Glas guten Rotwein.

Am nächsten Morgen, nach erholsamer, ruhiger Nacht, wurde ausgiebig gefrühstückt, mit frischen Brötchen, Butter, Marmelade... - kurz mit allem, was das Herz begehrte.

Der erste Weg führte uns hinunter zum Wasser und auf die Seebrücke. Hier liessen wir uns den frischen Seewind um die Nase wehen. Hoch über uns flogen die Möwen und ihr Kreischen verband sich mit dem Rauschen des Meeres. Und die Luft roch so herrlich nach unendlicher Weite. Bis zum Nachmittag hatten wir  schon einige Kilometer zurück gelegt, hatten eine Bar besucht und in einem Fischrestaurant einen Tisch bestellt. Hier ließen wir uns kulinarisch verwöhnen...

Den zweiten Tag lud uns strahlender Sonnenschein zu einem Spaziergang zum Bodden ein. Der Bodden ist eine flache Meeresbucht, in der sich der Segel- und Fischereihafen befindet. Hier herrschte reger Schiffsverkehr und einige Segelboote dümpelten an den Stegen und wiegten sich auf den Wellen.

Die vielen herrlichen Motive hielten wir mit der Kamera fest. Ich muss doch beweisen können, dass ich tatsächlich in die Ferien gefahren war.

Schwerwiegende Folgen hatten die Schlemmereien in den Eisdielen.
Aber was macht das schon!

Unten an der Strasse befand sich ein kleines Schmuckgeschäft. Hier wurden feinste Kostbarkeiten in Gold und Silber angeboten. Natürlich auch Bernsteinschmuck. Einige dieser meisterhaft gearbeiteten Ringe trage ich ständig an meinen Fingern.

Für den letzten Abend hatten wir uns im besten Restaurant am Platz einen Tisch reservieren lassen.

Kutterscholle in Speck gebraten, Salat, Eis und ein Gläschen Wein machten die Stunden einfach unvergesslich!

Am Tag der Abreise, der leider viel zu früh kam, hatten wir noch einmal ein köstliches Frühstück und letztes Eis im Kurhaus an der Seebrücke. Dann wurde der Wagen bepackt und ab ging es zurück Richtung Hamburg, wo wir wohlbehalten wieder ankamen...

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